Erfahrungsbericht 2017

von Dr. Christoph Wikowski, Berlin

 

Wenn "solche Projekte" bei uns auf dem Programm stehen, dann steckt immer meine Frau dahinter ... Sie beschäftigt sich mit der Chinesischen Medizin, und ihr letztes Projekt war die Qigong-Ausbildung. Außerdem war ich mit ihr auch schon auf Kreta zur „Klinischen Woche“ der SMS als Gastzuschauer, und dort war an einem Tag Yangsheng – Lebenspflege − ebenfalls Thema.
Insofern überraschte es mich nicht, als es hieß, „ich habe den Kurs zur Lebenspflege im Chiemgau für uns beide gebucht“.


So machten wir uns im August bei schönstem Wetter von Berlin auf ins Chiemgau ins Seminarhaus Herberge. Dieses Seminarhaus liegt absolut ruhig und schön und ist sehr liebevoll aufgebaut worden.
Am Anreisetag traf sich die gesamte Gruppe beim Abendessen. Wir waren 13 Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen, und die Gruppe war toll.

 

Durch die Tage führten uns Dr. Ute Engelhardt und Barbara Nosse. Da die SMS in „Gesundheitszeitungen für alle“ für diesen Kurs Werbung gemacht hatte, kam auch fast die Hälfte der Teilnehmer nicht aus dem medizinischen Bereich und/oder hatte mit der Chinesischen Medizin noch nicht gearbeitet.
Einige der Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten körperliche Beschwerden, wie zum Beispiel Migräne, die sie zu dieser Lebenspflegewoche geführt haben. Sie erhofften sich eine Besserung der körperlichen Beschwerden.


Ich nahm an diesem Kurs teil, ohne mir konkret eine Besserung meiner Beschwerden zu erhoffen. Ich hatte nach einem Motorradsturz eine eingeschränkte Beweglichkeit in der rechten Schulter. Im Lauf der Jahre und durch Probleme mit der Halswirbelsäule wurde die Beweglichkeit deutlich schlechter, und durch zusätzlich aufgetretene Schmerzen im Bereich der Schulter und des Oberarmes immer schmerzhafter.


Nach den fünf Tagen täglicher Qigong-Übungen, die ich vorher nur einmal pro Woche durchgeführt habe, und durch zusätzliche Übungen, die Dr. Ute Engelhardt uns zeigte, wurden die Schmerzen geringer, und die Beweglichkeit war fast wieder normal. Die
begann am Ende des Kurses, und diese Beweglichkeit ist mir auch nach einem halben Jahr, das inzwischen vergangen ist, geblieben. Ich mache diese Übungen weiterhin, wenn auch leider nicht so regelmäßig.

 

Bestimmt hat auch die Tuina, in die wir durch Sabine Zeitler toll eingeführt wurden, geholfen. Diese Massageform führen wir auch weiterhin bei Beschwerden durch (so gut wir es können).

 

Wir wurden während der Kurszeit hervorragend vegetarisch versorgt. Angefangen mit dem Frühstück, zu dem es außer diversen Müslizutaten (wie gepopptes Amarant etc.), köstlichem Brot und hervorragendem Käse auch immer einen von Barbara Nosse zubereiteten warmen Brei gab. Mal herzhaft, mal süß – aber immer sehr gut. Das Mittag- (3 Gänge) und Abendessen (2 Gänge) waren ausgezeichnet.

 

Das Kursprogramm begann jeden Morgen um 8 Uhr mit einer Stunde Qigong. Die Kursleiterin Dr. Ute Engelhardt schaffte es trotz des unterschiedlichen Wissensstandes der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, dass alle mit Interesse und Spaß bei der Sache waren. Nach dem Frühstück gab es dann einen 2-stündigen Theorieteil. Themen der Theorie waren Diätetik, Lebenspflege, Qigong und Tuina. Nach dem folgenden Mittagessen gab es 2 Stunden Pause, die man wandernd, radfahrend, in einem nahegelegenen See schwimmend oder einfach nur ruhend verbringen konnte. Danach gab es wieder Theorie bis zum Abendessen (18 Uhr) und ab 19 Uhr noch einmal Qigong, um den Tag ausklingen zu lassen.

 

An zwei Tagen haben wir unter Anleitung von Barbara Nosse, die alles sehr gut vorbereitet hatte, selbst gekocht, nachdem die einzelnen Rezepte theoretisch besprochen worden waren (Bedeutung in der chinesischen Diätetik). Im Anschluss aßen wir zusammen die von uns selbst geschaffenen Gerichte.
An einem Tag war – wie oben schon kurz erwähnt – Tuina das Thema. Sabine Zeitler hat uns erst einmal theoretisch in das Thema eingeführt, und dann hatten wir Zeit, aneinander die Massage durchzuführen.

 

Zu allen Themen, war es Qigong, Diätetik, Rezepte oder Tuina, haben wir sehr gute Skripte an die Hand bekommen, in denen ich auch heute noch nachschauen kann und die wir auch weiterhin gut nutzen.
Wir waren rundum gut versorgt, und daher möchte ich mich auch noch einmal bei Dr. Ute Engelhardt, Barbara Nosse, Sabine Zeitler und den Köchinnen des Seminarhauses herzlich bedanken.

 

zurück

SMS – SOCIETAS MEDICINAE SINENSIS
Internationale Gesellschaft für
Chinesische Medizin e. V.

Franz-Joseph-Str. 38, 80801 München
Telefon 089 20 08 36 91, Fax 089 80 04 76 81
E-Mail: sms@tcm.edu
Besuchen Sie uns auf Facebook.
Dort erhalten Sie laufend News bezüglich
unserer Kurse und Angebote, zudem findet
immer ein anregender Austausch statt.
© 2018 SMS - Societas Medicinae Sinensis

Hinweis

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.