TCM und die Corona-Virus-Pandemie

Mögliche Therapiestrategien von COVID-19-Erkrankungen mit chinesischen Therapieverfahren. Vorliegende Erfahrungs- und Behandlungsberichte zu den Behandlungsansätzen und therapeutischen Möglichkeiten der Chinesischen Medizin bei Erkrankungen mit dem Corona-Virus.
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Chinesische Diätetik in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie (COVID-19)

Die entsprechenden Informationen zum Thema sind für die jeweilige Zielgruppe entsprechend aufgebaut:

Therapeuten

Patienten


Informationen für
Therapeuten


Beitrag von Dr. Patricia Krinninger
Ernährungswissenschafterin und SMS-Dozentin


Chinesische Diätetik Empfehlungen für Prävention, Initialstadium  und Rekonvaleszenz von Covid-19

In den bisher vorliegenden Berichten aus China wird bei COVID-19 Patienten die Ansammlung von „Feuchtigkeit" (humor) als zentrales Agens beschrieben. Eine mangelnde Transformation der Flüssigkeiten scheint nicht nur im Vorfeld, sondern auch in der Phase der akuten Erkrankung eine wichtige Rolle zu spielen. Ein Schlüsselfaktor in der Prävention und Behandlung mit Chinesischer Medizin des Coronavirus besteht deshalb darin, Feuchtigkeit" (humor) im frühen Krankheitsstadium umzuwandeln und auszuleiten, um eine Ein-stauung und die Umwandlung in "Hitze"(calor) in der "Überstrahlung des Yang" (yangming) zu vermeiden. Hier lässt sich mit der Chinesischen Diätetik sinnvoll einwirken. Aus diesen Gründen wird u.a in den aktuellen chinesischen Berichten definitiv vor einem Übermaß an kühlenden und befeuchtenden Lebensmitteln gewarnt.

Zu den wichtigsten Therapieprinzipien der chinesischen Diätetik in der Prävention und Unterstützung der Behandlung im beginnenden Stadium und in der Abklingphase der Erkrankung, gehören die Stützung und Harmonisierung der „Mitte“, die Umwandlung von „Feuchtigkeit“ (humor) und „Schleim“ (pituita) sowie die Regulierung des Qi-Flusses.


Therapieprinzipien

 

1. Prävention

  • Stützung der Transformationsfunktion der „Mitte“ und Stützung des o. renalis (Funktionskreis "Niere“)
  • Qi (lienale, pulmonale) stützen, Oberfläche stabilisieren, pathogene Faktoren abwehren
  • Falls nötig: liegen gebliebenen humor („Feuchtigkeit“) umwandeln und ausleiten


2. Initiales Stadium (Affektion der Oberfläche)

  • Lösung der Oberfläche und Eliminierung der beobachteten pathogen Faktoren
  • unter Berücksichtigung von Unterstützung und Harmonisierung der „Mitte“


3. Initiales Stadium (Akkumulation von humor)

  • Ausleitung von "Feuchtigkeit" (humor) im frühen Krankheitsstadium - um die Einstauung und die Umwandlung in "Hitze"(calor) in der "Überstrahlung des Yang" (yangming) zu vermeiden


4. Abkling- und Nachbehandlungsphase

  • Stützung von Qi
  • Lösung und Erweichen von verbliebenem „Schleim“ (pituita)-Befunde
  • Stützung von Yin des o. pulmonalis (Funktionskreises „Lunge“) (unter Berücksichtigung der Harmonisierung der „Mitte“)

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Informationen für
Patienten


Beitrag von Dr. Patricia Krinninger
Ernährungswissenschafterin und SMS-Dozentin

 

Chinesische Diätetik in Zeiten des Corona-Virus - Empfehlungen für Patienten 

Allgemeine Hygiene- und Schutzmaßnahmen, sowie die derzeit in Deutschland gültigen Regeln stehen natürlich an erster Stelle bei der Bekämpfung des Coronavirus. Darüber hinaus ist die Kräftigung unserer Konstitution sowie ein ausbalanciertes Immunsystem in Zeiten von Corona mehr als wichtig. Die Lebenspflege (Yangsheng) dient der Erhaltung der Gesundheit und ist in der Chinesischen Medizin tief verwurzelt. Neben der Ernährung spielen auch Bewegung, Schlaf und mentale Ausgeglichenheit eine wichtige Rolle.
Laut bisher vorliegenden Berichten aus China liegt ein Schlüsselfaktor in der Prävention und Behandlung  von Covid-19 mit Chinesischer Medizin darin, “Feuchtigkeit" (humor) im frühen Krankheitsstadium umzuwandeln und auszuleiten, um eine Einstauung und die Umwandlung in "Hitze"(calor) in der "Überstrahlung des Yang" (yangming) zu vermeiden und zugleich den Funktionskreis Lunge zu stärken. Hier lässt sich mit der Chinesischen Diätetik sinnvoll einwirken. Aus diesen Gründen wird in den aktuellen chinesischen Berichten definitiv vor einem Übermaß an kühlenden und befeuchtenden Lebensmitteln gewarnt (wie z. B. sehr kalte Getränke, viel Rohkost etc.).

Allgemeine Empfehlungen

•    Warme Mahlzeiten (mind. 2-mal täglich) und Getränke
•    Einfache Gerichte (wenig unterschiedliche Lebensmittel)
•    Schonende Zubereitung (garen, dämpfen)
•    Informationen bewusst auswählen - „Das Klären von Klaren und Trüben“
•    Rhythmus, Struktur und Rituale im Alltag
•    Wechselduschen, Trockenbürsten der Haut
•    Angemessene Bewegung (v.a. an der frischen Luft) und ausreichend Schlaf


Zu reduzierende Nahrungsmittel und Zubereitungsmethoden

•    Übermaß an Rohkost, Säfte, kalte Getränke, Eis
•    Übermaß an Kuhmilchprodukte (Milch, Käse, Joghurt, Quark, Buttermilch etc.)
•    Gebratene, gegrillte, mit Käse überbackene und frittierte Speisen
•    Auszugsmehl, weißer Zucker
 

 

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