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ADS/ADHS bei Kindern mit Chinesischer Medizin behandeln

Das ADH-Syndrom wird in der Chinesischen Medizin interessanterweise erst in jüngster Zeit als behandlungsbedürftig wahrgenommen. Auch hier wird über den Ausgleich der Funktionskreise therapiert.

Obwohl die Diagnose ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne oder mit Hyperaktivität) heutzutage Mode zu sein scheint und das Medikament Ritalin inzwischenweltweit bekannt ist, ist das Phänomen eines hyperaktiven Kindes mit Konzentrationsstörung und Verhaltensauffälligkeiten eigentlich nichts Neues. Es hat schon immer solche Kinder gegeben, auch in verschiedenen Kulturen, die wegen ihrer Unruhe, Lernprobleme und vor allemihres impulsiven bis aggressiven Verhaltens den Eltern und Erziehern große Schwierigkeiten bereiten.

 

Die bekanntesten Darstellungen findet man in dem populären Kinderbuch Struwwelpeter, veröffentlicht im Jahr 1855 durch den Frankfurter Neurologen Heinrich Hoffmann. Der Zappelphilipp ist das motorisch unruhige Kind, das beim Essen nicht ruhig sitzen kann. Der Hans Guck-in-die-Luft ist unkonzentriert und leicht ablenkbar, vor allem im Klassenzimmer. Der böse Friederich ist ein impulsives Kind, sein Verhalten kann sogar aggressiv sein.

 

Interessanterweise wird dieses Phänomen auch in der Chinesischen Medizin erst in der jüngsten Zeit als ein behandlungsbedürftiges Syndrom in der Pädiatrie erkannt. In den älteren Lehrbüchern der chinesischen Kinderheilkunde ist keine Darstellung dieser Kinder zu finden.

 

Mögliche Ursachen und Faktoren von ADS/ADHS

 

Allgemein anerkannt ist eine genetische Disposition, die oft mit einer positiven Familienanamnese assoziiert wird. Der New Yorker Kinderpsychiater Stanley Turecki versucht, das Problem solcher Kinder, die schwierig zu erziehen sind (The Difficult Child), genauer zu formulieren, indem er das Temperament dieser Kinder untersucht, das oft bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt. Heutzutage versuchen Psychologen und Psychotherapeuten die Besonderheiten solcher Kinder zu bestimmen und diese etwas neutraler zu benennen, z. B. durch den Begriff „Indigo-Kinder“. Die Merkmale und Besonderheiten des Temperaments sind oft in der Familie zu finden. Im Rahmen der Chinesischen Medizin wird eine genetische Komponente als ein Teil der angeborenen Konstitution angesehen und dem o. renalis (Funktionskreis „Niere“, shen) zugeordnet (o. steht für „orbis“ = Funktionsbereich).

 

Neben der genetischen Disposition konnte bei Kindern mit dieser Diagnose eine Stoffwechselstörung im Zentralnervensystem identifiziert werden. Es handelt sich um eine erhöhte Aktivität des Enzyms MAO (Monoaminoxidase). Das bekannte Medikament Ritalin und andere neu entwickelte Präparate wirken über eine Hemmung dieser neurochemischen Störung.

 

Andere mögliche Ursachen wie Ernährungsfaktoren (z. B. Zucker, Phosphat, Konservierungsmittel) und Schwermetallvergiftungen (z. B. Quecksilber, Blei) werden bisher in der wissenschaftlichen Literatur kontrovers diskutiert.

 

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Dieser Artikel ist im Naturheilkunde Journal (8 / 2018) erschienen.

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