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Endometriose muss kein Lebensschicksal bleiben

Endometriose ist eine gynäkologische Erkrankung, von der sechs bis zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind. Häufig, aber nicht immer, geht sie einher mit Dysmenorrhoe und Infertilität. Sie gilt als rätselhafte Erkrankung mit unklarer Genese. Medikamentöse Therapien mit Hormonen und Schmerzmittel sowie operative Eingriffe bringen häufig nur vorübergehend eine Verbesserung der Beschwerden.

Endometriose ist eine weit verbreitete gynäkologische Erkrankung, von der sechs bis zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind und 20 bis 50 Prozent aller infertilen Frauen. Meist führen Schmerzen oder unerfüllter Kinderwunsch die Patientinnen zum Arzt. Daneben kommen oft auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Stuhlgangs- und Blasenprobleme sowie starke, teils klumpige, Blutungen hinzu.
Man bezeichnet es als Endometriose, wenn gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle gefunden wird. Die Schleimhaut befindet sich sozusagen an der falschen Stelle, verhält sich ansonsten wie die Gebärmutterschleimhaut, das heißt sie baut sich zyklusabhängig auf und ab, wobei aber das Blut nicht nach außen abfließen kann.
Endometriose gilt bisher als sehr rätselhafte Erkrankung, da kein klarer Zusammenhang zwischen Befinden und Befund erkennbar wird. Viele betroffene Frauen leiden unter schrecklichen Regelschmerzen, bei denen man ausgedehnte Endometrioseherde findet, bei anderen Schmerzgeplagten aber auch gar keine. Andere Patientinnen wiederum haben ausgedehnte Herde jedoch überhaupt keine Beschwerden.

Ursachentheorien

Verschiedene Theorien wie die Herde entstehen, konkurrieren miteinander: Einerseits die Verschleppungstheorie daneben die Metaplasietheorie. Die Verschleppungs- oder auch Transplantationstheorie geht auf die Vorstellung zurück, dass Menstrualblut rückwärts über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangt und sich Gebärmutterschleimhautinseln im Bauchraum bei entsprechenden
Bedingungen einnisten. Nach der Metaplasietheorie wandeln sich Zellen des Bauchfells, der Ovarien und so weiter in Gebärmutterschleimhaut um.
Rätselhaft und frustrierend für Betroffene wie Behandler gleichermaßen ist zudem, dass die üblichen Standardtherapien (Operationen und Hormone), die auf die Endometrioseimplantate abzielen, oft nicht
nachhaltig wirksam sind. Die Beschwerden kehren in 30 bis 60 Prozent der Fälle wieder, oft auch ohne pathologische Befunde im Unterbauch. Nur warum kehren die Schmerzen meist schon nach kurzer Zeit wieder, wenn die Herde entfernt sind oder verstärken sich sogar nach einer Operation?
So hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass Endometriose zu den chronischen Schmerzerkrankungen zu zählen ist, bei denen eine zentrale Störung der Schmerzverarbeitung vorliegt. Durch bildgebende Untersuchungsmethoden des Gehirns (mit z. B.
funktioneller Magnet-Resonanz-Tomographie, kurz: fMRT) wird diese Hypothese zunehmend
untermauert. Der Schmerz wird zwar im Unterleib wahrgenommen, die Schmerzempfindung entsteht jedoch durch eine gestörte Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnarealen, also zentral beziehungsweise systemisch. Ohne Gehirn gibt es keinen Schmerz.

 

Therapeutischer Ansatz der TCM

Therapien mit einem systemischen Ansatz wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bieten sich deshalb bei der Behandlung von Patientinnen mit Endometriose an. TCM, mit ihrem individuellen, das gesamte „System Mensch“ einschließendem Therapiekonzept, kann sowohl als Ergänzung oder als Alternative zu einer konventionellen, schulmedizinischen Behandlung zum Einsatz kommen.
Die Auswahl der Akupunkturpunkte wie auch die der verwendeten Kräuterrezepturen unterscheidet sich nach der chinesischen Diagnose und Syndromdifferenzierung.

 

 

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Dieser Artikel ist in CO.med (7 / 2018) erschienen.

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