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Der Geist und seine Krankheiten - Psychische Erkrankungen mit TCM behandeln

Psychische Krankheiten, wie Depressionen und Ängste beeinträchtigen die Menschen in den modernen Gesellschaften zunehmend. Unter dem hohen Druck im Arbeitsleben, der Allgegenwart der Medien und der uneingeschränkten Möglichkeiten – aber auch des Zwanges – zum Kommunizieren fehlt uns der nötige Ausgleich zwischen Aktivität und Ruhe, Extraversion und Rückzug aber auch zwischen selbstvergessener Pflichterfüllung und Besinnung auf uns selbst.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) als eine Erfahrungsmedizin, die körperliche und seelische Aspekte in einem System versteht, hat daraus vielfältige therapeutische Möglichkeiten entwickelt, die uns heute – richtig angewendet – sehr gut helfen können.

Grabfunde deuten auf die Anwendung von Akupunktur – die bekannteste Therapiemethode der Traditionellen Chinesischen Medizin – bereits vor mehr als 2.500 Jahren hin, wobei damals mit Steinnadeln und Bambussplittern behandelt wurde. Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Moxibustion, das heißt die gezielte Wärmebehandlung von Akupunkturpunkten, im vierten Jahrhundert vor Christus. [1]

Im Huangdi Neijing, dem „Inneren Klassiker des Gelben Kaisers“, der zwischen dem ersten Jahrhundert vor und dem ersten Jahrhundert nach Christus zusammengestellt wurde, werden bereits alle wesentlichen Zusammenhänge des medizinischen Systems der TCM dargestellt: Neben der Bedeutung des Ausgleichs zwischen Yang und Yin, zwischen Aktiv- und Struktivkraft, insbesondere auch die vielfältigen Wirkungen der Emotionen auf den Gesamtorganismus.

Nach Europa kam das „Stechen mit Akupunkturnadeln“ erstmals 1657, das lange in einem rein mechanistischen Weltbild als eine Art Reflextherapie verstanden und daher ausschließlich als Schmerztherapie eingesetzt wurde. Das komplexe Verständnis der Wirkungsweise des Leitbahnsystems auf den ganzen Organismus fehlte. [2]

Wie arbeitet die TCM?


Im System der TCM bilden Yin und Yang sowie die fünf Wandlungsphasen, mit den ihnen zugeordneten Seelenqualitäten, das Grundgerüst, in das alle Symptome eingeordnet werden können. Durch die vier diagnostischen Verfahren (Befragung, Betrachtung, Geruch und Tastung) werden die wesentlichen für eine Diagnose notwendigen Informationen gesammelt. Dabei kommen der hoch entwickelten Pulstastung und der Betrachtung der Zunge wesentliche Bedeutung zu.

Über die Anwendung der „Acht Leitkriterien“ kommt der Chinesische Mediziner zu einer Funktionsdiagnose. Neben der Bestimmung, ob eine Störung außen oder innen lokalisiert, ob sie durch Kälte oder Hitze charakterisiert ist und ob sie das Yang (der Aktivkraft) oder das Yin (der Struktivkraft) stört, kommt der Unterscheidung zwischen einer zur Krankheit führenden energetischen Überladung (auch Schrägläufigkeit oder Heteropathie genannt) und einer energetischen Schwäche besondere Bedeutung zu. [3, 4]

Am Beispiel eines Burn-out-Syndroms kann dies gut verdeutlicht werden: Der Betroffene selbst fühlt sich in fortgeschrittenen Phasen des Burn-out vor allem erschöpft, das heißt ohne Energie, ähnlich wie es einem depressiven Menschen geht, der morgens nicht in Gang kommt, sich nicht aufraffen kann.

Die Chinesische Medizin kann bei einem solchen Krankheitsbild unterscheiden, in welchem Maße sogenannte innere, äußere und neutrale Agenzien zur Erkrankung geführt haben, indem sie den Qi-Fluss gestört haben, und welche Bedeutung energetische Schwäche in einer oder mehreren Wandlungsphasen primär oder im Rahmen der Chronifizierung dabei spielen. [3, 4]

 

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Dieser Artikel ist in CO.med (4 / 2018) erschienen.

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