Autor: Moritz Hempen
Zusammenfassung der Übersichtsarbeit "The State of Evidence in Acupuncture"
Die Forschung zur Akupunktur hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, wodurch es zunehmend schwieriger wird, den Überblick über die Evidenz zur Wirksamkeit bei verschiedenen Erkrankungen zu behalten. Frühere Übersichtsarbeiten bezogen sich meist auf die Jahre 2005–2017. The State of Evidence in Acupuncture bewertet als SMS-unterstütztes Projekt die aktuelle Evidenzlage für Akupunktur im Zeitraum 2017–2022 anhand von systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen (SR/MA) aus PubMed.
Jede SR/MA wurde hinsichtlich Qualität der Übersichtsarbeit, Datenqualität und Evidenzstärke bewertet. Die Ergebnisse wurden in vier Kategorien eingeteilt: (1) positiver Effekt, (2) potenziell positiver Effekt, (3) unzureichende oder unklare Evidenz, (4) kein Effekt.
Nach Anwendung der Ausschlusskriterien wurden 862 SR/MA zu 184 Krankheitsbildern eingeschlossen. Für zehn Indikationen zeigte sich ein gesichert positiver Effekt von Akupunktur, darunter chronische Schmerzen, Rückenschmerzen, Kniearthrose, postoperative Übelkeit und Erbrechen, Migräne, Spannungskopfschmerz, krebsbedingte Fatigue, Menopausensymptome, weibliche Infertilität (als Ergänzung zur Reproduktionsmedizin) und chronische Prostatitis/chronisches Beckenschmerzsyndrom beim Mann. Bei 82 Indikationen zeigte sich ein potenziell positiver Effekt, bei 86 war die Evidenz unklar oder unzureichend, und bei sechs Indikationen wurde kein Effekt gefunden. Im Vergleich zu früheren Jahren haben sowohl die Menge als auch die Qualität der Evidenz zugenommen. Dennoch sind weitere hochwertige Primärstudien notwendig, um die Ergebnisse zu festigen. Künftige Forschung sollte sich an Leitlinien wie STRICTA und CONSORT orientieren.
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